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Musikstrauss nicht nur für Mütter

 

ARTIKEL DES LIECHTENSTEINER VOLKSBLATTS ZUM MUTTERTAGSKONZERT

Musikstrauss nicht nur für Mütter

OHRENSCHMAUS Im Beisein von Regierungschef Adrian Hasler entwickelte sich am Muttertag ein ungewöhnliches Konzert.  Unter der Leitung von Willi Büchel streute das Balzner Harmoniemusikorchester Melodienblumen von der Bühne herab.
VON WIESLAW PIECHOCKI 

Hans Zimmer komponierte unzählige erfolgreiche Musikstücke für Filme, zu deren Produktion er einen heissen Draht hat, denn er wohnt in der Nähe von Hollywood. Im Gemeindesaal Balzers hörten wir das Stück «Pirates of the Carribean», also machten wir nach dem gewaltigen Anfangspaukenschlag eine Reise in Richtung Karibik. Der Dirigent verlangte von seinen Musikern sogar, dass sie singen. Und sie schienen auch für diesen Fachtest sehr gutvorbereitet zu sein. Nach dem Hauch der Ozeanwellen kam das grandiose Finale, bei dem alle Orchestermitglieder ihr Können zeigten.

Starke Kontraste
1975 wurden die britischen und nachher die anderen Hitlisten von der «Bohemian Rhapsody» erobert. Die Gruppe «Queen» und deren Chef Freddie Mercury waren in aller Munde. Der Song weist auf starke Kontraste hin, und zwar fängt er wie eine sentimentale Melodie an, dann unerwartet geht er in Richtung Forte und wird durch ein langsames Finale beendet. Noch zwei Charakteristika:
Keinen Refrain hat das Werk und es wurde extra für die Mütter geschrieben. Der berühmte leidenschaftliche k. und k. Marschkomponist Julian Fucik (die Aussprache: FU-tschik) hatte eine geniale Hand, um Märsche zu verfassen. Wir hörten den berühmten «Florentiner Marsch», dem an Eleganz und Raffinesse der alten Zeiten nichts fehlte. Beim Hören vergisst man eigentlich den Ursprung solcher Werke, denn sie sollten das Militärleben in den Garnisonen verschönern. Dieses Opus wirkt leicht und optimistisch, weil es in dieser Art von Willi Büchel mit vielen Variationen garniert wurde. Besonders auffallend dominierten die Blasinstrumente. Im Bereich der unterhaltenden Musik ist Otto M. Schwarz seit Jahren tätig. Er komponierte unter anderem das Werk «Last Call», das im Auftrag für eine Linzer Brass Band entstand. Seine durchaus rhythmische Melodie wirkt wie ein kurzes orchestrales symphonisches Werk, denn alle Instrumentengruppen nehmen am Musikverlauf gleichmässig teil. Das auf dem eingeplanten Programm letzte Stück war ein homogener temperamentvoller «Riverdance», in dem wir irische Akzente entdeckten, was vor allem Klarinetten und Flöten betonten. Wir fragten uns, ob man in diesem Rhythmus Stepp tanzen könnte, wenn der Dirigent das Tempo gewaltig beschleunigen liess?

Zwei Zugaben gespielt
Den Dank hörte man am Ende, weil das begeisterte Publikum mit anhaltendem Applaus sogar zwei Zugaben ergatterte. Die erste war ein berühmter Song französischen Ursprungs, «Comme d’habitude» von Claude François. Wir kennen diese Melodie von Frank Sinatra in der Version «I Did It My Way». Die zweite Zugabe stammte von Carl Michael Zierer, der vor 170 Jahren in Wien geboren wurde. Wie witzig Willi Büchel sagte: «Wir spielen diesen Galopp extra schnell, um die unwahre These zu vernichten, dass wir, Balzner, langsam seien!» Schade, dass das ganze Konzert so schnell vorbei war …

Das Publikum genoss das Konzert und forderte mit anhaltendem Applaus zwei Zugaben ein. (Foto: Nils Vollmar)

 

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