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Strahlende Gefühle beim Herbstkonzert

 

Strahlende Gefühle beim Herbstkonzert

Nur vier Werke hat die Harmoniemusik Balzers aufs Programm ihres Herbstkonzertes gesetzt. Mit ihnen weckte sie am Wochenende gekonnt eine breite Palette von Gefühlen.

Balzers. – Seit Langem üben die Konzerte der Harmoniemusik Balzers eine grosse Anziehungskraft aus. Das Herbstkonzert wurde deshalb am vergangenen Wochenende gleich zwei Mal abgehalten. Am Freitagabend waren die Freunde symphonischer Blasmusik von weit jenseits der Landesgrenzen angereist. Gemeinsam mit Erbprinzessin Sophie lauschte Erbprinz Alois dem exquisiten Programm. Und neben Regierungschef Adrian Hasler fanden sich auch Pfarrer Christian Schlindwein und der Hausherr Arthur Brunhart in den voll besetzten Stuhlreihen des Balzner Gemeindesaales. 
Ehrenpräsident David Vogt liess sich den Konzertbesuch bei «seiner» Harmoniemusik nicht nehmen. Der heuer verstorbene Ehrendirigent Josef Dür wurde mit dem aussagestarken «Give us this Day» von David Maslanka symbolisch in die Mitte genommen.

Tiroler Patriotismus
Inzwischen dirigiert seit 25 Jahren Landrichter Willi Büchel den Verein. Er gab energisch den Einsatz zum eröffnenden «Mantua» von Otto M. Schwarz. Der Untertitel «Freedom of the Eagle» verweist auf das Tiroler Wappentier. Frei spürte man den Tiroler Adler in klarer Luft über den Gipfeln schweben. Die eingängige Melodik und die auf unmittelbare Wirkung bedachte Harmonik evozierten in Hollywood-Manier Bilder aus dem Leben des Tiroler Freiheitskämpfers Andreas Hofer. Der niederösterreichische Komponist beschwor damit aber auch einen eigentümlich unreflektierten Patriotismus. Das Freiheitslied der «Marseillaise» wurde da plakativ zum Symbol der Unterdrückung. Und im pathetischen Finale zitierten die Pauken pikanterweise das Signet der Siegesmeldungen des NS-Regimes.
Die ausgefeilte Interpretation der Balzner Musikerinnen und Musiker lotete auch das stärker differenzierte Werk von David Maslanka aus. Der US-Amerikaner sucht darin nach der spirituellen Quelle hinter den Religionen. Rhythmische Sequenzen und Themen schichteten die Musiker geschickt mit dynamischer Steigerung übereinander. So entstanden energetisch vorwärtstreibende Klang-blöcke voller archaischer Kraft. Den Schlussakkord liess Willi Büchel in aufzischenden Wellen in den Saal rauschen. 

Auf hohem Niveau musiziert
Der zweite Konzertteil brachte – guter Blasmusiktradition folgend – mehr Unterhaltsames: Tänze und Volksweisen aus Ungarn und Irland, von Jan van der Roost bzw. Johan de Meij auf sublime Art verarbeitet und auf hohem Niveau musiziert. Saubere Artikulation und Klangkultur bestimmten den Abend. Nie wurde das Blech scharf oder gar grobschlächtig. So brachten die Instrumentalregister ihre Farben im gepflegten Gesamtbild zur Geltung. Instrumente wie Harfe oder Kontrabassklarinette bereicherten das Spektrum. 
Und für die irischen Weisen packte Manuel Frick noch eine Tin-Wistle von der Grünen Insel aus. In Frank Sinatras «My Way» als Zugabe schürten – beginnend mit Matthias Eberle am Flügelhorn – die Solisten der Harmoniemusik nochmals das Feuer. Ein Geschwindmarsch von Alfred Reed rief schliesslich endgültig zum Feiern. (hw)

 

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