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Den hohen Anforderungen gewachsen

 

Am vergangenen Freitag und Sonntag führte die 70-köpfige Harmoniemusik Balzers ihr beliebtes, traditionelles Herbstkonzert durch. Es fand in der sehr gut besuchten Balzner Pfarrkirche statt und löste anhaltenden Beifall aus.

Zur Begrüssung betraten zuerst Pfarrer Christian Schlindwein und danach die Vereinspräsidentin und Oboistin, Evelyne Vogt, die Kanzel. Sie hiessen manchen werten Gast persönlich willkommen und verdankten das Engagement des Dirigenten, Willi Büchel, der Musikantinnen und Musikanten wie auch der Gönner mit herzlichen Worten, ebenso Christian Nipps professionelles Führen durch den Abend. Auf dem Programm standen neben zwei «alten» Kompositionen sechs Werke aus dem 20. Jahrhundert. Die Besetzungsliste liess erkennen, dass zur Harmoniemusik Balzers ausser 63 Bläsern sechs Schlagzeuger und ein Keyboardspieler gehören. Irgendwelche «Sonderbildungen» sind bei den Blasmusiken bereits um 1800 nachgewiesen, also durchaus üblich und anerkannt. Das Orchester erwies sich dann auch während des Konzerts als modern, einsatzfreudig und leistungsstark, also den hohen Anforderungen vollauf gewachsen.



Musik von Händel und F. X. Mozart

Zur Konzerteröffnung erklang die Ouvertüre von Händels «Feuerwerksmusik», eine festliche Tondichtung zum erfolgreich beendeten österreichischen Erbfolgekrieg, an dem Grossbritannien beteiligt gewesen war. Die in der Musik vereinten heroischen, unterhaltsamen und volkstümlichen Melodien wurden ausdrucksstark nachvollzogen, litten aber unter der übermässigen Raum-akustik. Ähnliches wurde bei der Aufführung der «Polonaise melancholique» von Franz Xaver Mozart, einem Sohn Wolfgang Amadeus`, empfunden. Die anderen Darbietungen waren Tonschöpfungen von Nord- und Südamerikanern und Europäern. Als Werke der jüngsten Vergangenheit sind sie von Jazz- und weiteren zukunftsträchtigen Musikelementen geprägt, was den Bläserinnen und Bläsern sichtlich Freude bereitete und welche sie vollauf beherrschten. Zu den hervorragenden Verdiensten von Willi Büchel gehört, dass sich die von ihm ausgewählten Stücke im Einklang mit den speziellen Möglichkeiten des Klangkörpers befanden beziehungsweise befinden.

Grosse Werke
In den Tondichtungen dominierten ernste und traurige Gedanken sowie Friedenssehnsüchte, die aber meistens in Aufrufen zu lebensbejahenden Neuanfängen gipfelten. Z. B. fand Jan Van der Roost’s heftige, lautstarke Klage gegen den Krieg ihre Lösung im «Gebet für den Frieden». Wesentlich intimer wurde W. F. McBeth’s «Kaddish», ein jüdisches Trauergebet, empfunden. Die prägnanten, von Weinen und Aufschreien begleiteten Rhythmen führten zu einem hoffnungsvollen «Halleluja»-Ausklang. Einer Dichtung des erst 1970 geborenen Amerikaners E. Whitacre folgte ein Marsch des deutsch-baltischen Komponisten Gustav Holst. Die Interpretation verdeutlichte der Musiker Können und ihre Freude an Darstellungen in Blechbesetzung mit Schlagzeug. Danach erklang des gefeierten argentinischen Tondichters A. Piazollas Hommage an seinen verstorbenen Vater. Des Werkes Mittelpunkt bildet ein Akkordeon-Solo, das der Musiklehrer German Burtscher feinfühlig entwickelte. Zum Abschluss gestalteten die Balzner eine 1989 geschaffene, den Opfern von Hiroshima gewidmete Komposition, womit der amerikanische Autor den Überlebenden ein Ja-Sagen zum Leben wünscht.

Nach lebhaftem Applaus stieg unter den Zugaben der Gospelsong «O, happy day» wie eine Bitte um Gottvertrauen und Dankbarkeit auf: sehr schön!

 

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