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Jubel für die Harmoniemusik Balzers

 

Dieser Artikel wurde dem "Liechtensteiner Vaterland" entnommen:

Jubel für die Harmoniemusik Balzers

«Sinfonische Blasmusik: zündend und vielseitig!» Das war das Fazit des begeisterten Publikums anlässlich des am vergangenen Freitag im nahezu vollbesetzten Gemeindesaal veranstalteten Herbstkonzerts der Harmoniemusik Balzers.


Schon der Anblick des 62-köpfigen, festlich gekleideten, diszipliniert eintretenden, durchschnittlich 30 Jahre jungen, gleichermassen weiblich wie männlich besetzten Orchesters war ein Vergnügen. Was dann unter der bewährten Leitung Willi  Büchels geboten wurde, bereitete Freude und ehrte ihn wie auch die Musikerinnen und Musiker. Der Vereinspräsident, Gregor Vogt, selbstredend auch einer von ihnen, entbot allerseits herzliche Willkommensgrüsse, dankte für Treue und materiellen Beistand und lud ein zum Wiederholungskonzert am gestrigen Sonntag wie auch zum geselligen Beisammensein nach verklungener Musik. Das liessen sich die Balzner nicht zweimal sagen; denn die Musik – egal ob instrumental oder vokal – ist fester und beliebter Teil der Dorfgemeinschaft.


Sinfonische Blasmusik

Der Moderator des Abends, Christian Nipp, führte die Zuhörer mit Ernst, Scherz und Wissenswertem an die Aufführungen heran. Im vierteiligen Konzert – mit einer Pause dazwischen – erklangen Werke, die in der Nachfolge klassischer Sinfonien entstanden sind und anfangs vom «Wiener-Klassikorchester», später vom Grossen Orchester und danach auch von Blasmusikorchestern und Jazzbands gespielt wurden und werden. Das bedeutet, dass nicht nur einzelne, sondern alle Instrumente zusammen den Ausdruck und den Klang gestalten.


Klassisches und Zeitgenössisches

Auch im gestrigen Konzert wurde dank Willi Büchels mit den Händen und der Körpersprache gegebenen Zeichen ein wunderbarer Ausdrucks- und Klangreichtum entwickelt und damit das Spezielle der vier Stücke lebendig, zum Beispiel bei Rossinis zur Begrüssung gespielter Ouvertüre, die er im Jahre 1816 zu seiner Oper Aschenputtel komponiert hat. Die fröhliche, lebensprühende Aufführung brachte die Frische und den Schwung der Dichtung wunderbar zum Ausdruck und dürfte einige der sangbaren Melodien neu belebt haben.

Es folgte eine noch ganz junge Tondichtung des Österreichers Thomas Doss. Er hat das als «Sidus» betitelte Werk im Jahre 2001 im Auftrag des Liechtensteinischen Blasmusikverbandes als Komposition für sinfonisches Blasorchester geschaffen und darin den Glanz und die Vielfalt des Sternenhimmels verherrlicht. Der Moderator schickte der Aufführung einen von Doss selbst verfassten, über die Schöpfung philosophierenden Text voraus, der die Zuhörer gerührt haben dürfte. Auch das Ensemble wirkte, neben der Sorgfalt des Spielens, ganz hingegeben an das himmlische Wunder.

Mit der Ausdeutung von Leonid Bernsteins 1980 komponiertem «Divertimento für Sinfonieorchester» kam ein musizierfreudiger Schwung auf. Den acht Sätzen des «zur Unterhaltung und zum Vergnügen geschaffenen» Werks liegen Lieder und Tänze aus aller Welt zugrunde, z. B. Walzer, Mazurkas, Sambas, Märsche und Blues, also gefühlsstarke, formenreiche Musik der Brasilianer, der schwarzen Sklaven in den USA und Volksmusik aus Europa. Das Publikum war fasziniert vom Zauber der einzelnen Sätze und deren Wildheit, Leidenschaftlichkeit und Schwermut, darüber hinaus von den synkopierten Rhythmen und dem ansteckenden Frohsinn.

Den letzten Auftritt bildete Alfred Reeds Komposition «El Camino Real». Christian Nipp erklärte dazu, dass die Musik den spanischen Erbauern der im 18. und 19. Jahrhundert geschaffenen 21 Missionsstationen an der 970 km langen kalifornischen Küstenstrasse, dem Königsweg, gewidmet ist und deshalb die spanische Musik und den Flamenco verherrlicht. Das gefiel dem Publikum: die Kultur des Flamencos sowie Feuriges und Melancholisches in volkstümlichen Melodien und Tanzweisen. Es war hinreissend und der Beifall ein aufrichtiges Dankeschön an die Balzner Harmoniemusik und ihren tollen Dirigenten.

 


 

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