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Grandioses Herbstkonzert

 

Dieser Artikel wurde dem "Liechtensteiner Volksblatt" entnommen:


Grandioses Herbstkonzert

Sehr selten können die Zuhörer bei der grossen Orchesterbesetzung so viele hervorragende Momente  erleben, wie es das begeisterte und enthusiastisch reagierende Publikum der Harmoniemusik Balzers konnte.

 

Gregor Vogt, Präsident der Balzner Harmonie, richtete Grussworte an das musikhungrige Publikum. Die Führung durch den Abend lag in fester Hand von Christian Nipp. Die Harmoniemusik (nomen est omen) zeigte ihr Bestes. Volle Harmonie eben in dem Sinne, dass der vollgestopfte Gemeindesaal eine durchaus organische Zusammenarbeit zwischen Willi Büchel, dem Dirigenten und allen Musikern hörte. Und sie hatten keine leichte Aufgabe. Das Konzert fing noch klassisch an, und zwar hörten die Besucher die Ouvertüre zu Gioacchino Rossinis Oper «Cenerentola». Die Klänge, obwohl 195 Jahre alt, ertönten absolut frisch, dank des Genies aus Italien, in einer Bläservariation. Rossini vermag nicht ernst zu bleiben. Sein Werk strahlt Humor, Ironie, Lebendigkeit, italienische Atmosphäre aus. Willi Büchel wirkte dabei ruhig und vertrauensvoll dem Orchester gegenüber. Aschenputtel erwärmte sich vor seinem endgültigen Triumph beim schäbigen Ofen, die Besucher gestern erwärmten sich mit Rossinis ewig lustiger Musik und mit weiteren Leckerbissen.

Musikalische Herausforderung
Für Musiker war das nächste Stück kein Honiglecken: Das Werk «Sidus» (lateinisch für Stern, Gestirn) des Österreichers Thomas Doss präsentierte eine ganz andere Ästhetik. 2001 verfasste er sein OEuvre anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums des Blasmusikverbands in Liechtenstein. Die richtige, künstlerische Ausführung dieser komplexen und komplizierten Konstruktion bedarf einer idealen Zusammenarbeit und Disziplin. Unter dem Taktstock von Willi Büchel erreichten die Musiker den Höhepunkt der neuen, anspruchsvollen Klangfarbe. Der Besucher schätzte
nahtlose Dialoge zwischen verschiedenen Instrumentengruppen und das rührende Grande Finale. Der Weg «zu den Sternen» ist vollbracht worden. Nach der Pause zeigte die Balzner Harmoniemusik ihre hohe Qualität wieder, und zwar in einem gänzlich anderen Repertoire. Die Besucher hörten ein «Divertimento For Symphonic Band», das Leonard Bernstein 1980 schrieb. Es ist eine Art Hommage an die Stadt Boston in den USA, formell ein Mosaik von acht Bestandteilen mit variierenden Tempi und Stimmung. Insgesamt ein mit zahlreichen lustigen Instrumentierungsideen durchsätes, humorvolles OEuvre. Das fünfte Stücklein «Turkey Trot», also «Truthahns Trab» ist ein typisches Humorbeispiel. Das letzte Teilchen «In memoriam» schlug aber kontrastiv eingeplante Dissonanzen, Pseudochaos, viel Dynamik und Optimismus vor. Das letzte gespielte Werk «El camino real», also auf Spanisch «Der Königsweg» (1985) des US-Amerikaners Alfred Reed stellte eine Mischung von spanischen Motiven, feuriger und melancholischer Aura vor.

Sehr zufriedene Zuhörer
Das unersättliche Publikum bereitete am Ende einen stürmischen Applaus, zeigte unbändigen Musikappetit und verlangte nach Zugaben. Es gab zwei sogar: des Russen Sergei Rachmaninow und des Mexikaners Arturo Márquez.

 


 

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